Geschichte der Zeitumstellung
Die Zeitumstellung hat eine interessante Geschichte, die bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreicht. Die Idee entstand als Mittel zur Energieeinsparung während des Ersten Weltkriegs. Deutschland war das erste Land, das 1916 die Zeitumstellung einführte, und andere europäische Länder, darunter auch solche, deren Territorium heute zu Slowenien gehört, folgten schnell.
Nach Kriegsende gaben viele Länder diese Praxis auf; die Zeitumstellung wurde während des Zweiten Weltkriegs und der Energiekrise der siebziger Jahre wieder eingeführt. In Jugoslawien wurde die Zeitumstellung 1983 eingeführt, und Slowenien setzte diese Praxis auch nach der Unabhängigkeit fort.
Die Europäische Union standardisierte 1996 die Termine für die Zeitumstellung in allen Mitgliedstaaten, um den Geschäftsverkehr und den internationalen Verkehr zu erleichtern. Seitdem wird in Slowenien und anderen EU-Ländern die Zeitumstellung nach einem einheitlichen System festgelegt.
Es ist interessant festzustellen, dass einige Länder weltweit, wie Russland, die Türkei und die meisten afrikanischen Länder, die Zeitumstellung aufgegeben haben und das ganze Jahr über eine einheitliche Zeit beibehalten.
Auswirkungen der Zeitumstellung auf Gesundheit und Stimmung
Die Zeitumstellung kann verschiedene Auswirkungen auf unsere Gesundheit und Stimmung haben, hauptsächlich aufgrund der Störung unseres zirkadianen Rhythmus – der inneren biologischen Uhr, die Schlaf- und Wachzyklen reguliert.
Die Umstellung im Frühling, wenn wir eine Stunde Schlaf verlieren, ist für viele Menschen problematischer, da in den Tagen nach der Frühjahrsumstellung ein Anstieg von Herzinfarkten, Verkehrsunfällen und Arbeitsunfällen verzeichnet wird. Menschen fühlen sich oft müde, reizbar und haben Konzentrationsschwierigkeiten.
Die Umstellung im Herbst ist in der Regel weniger problematisch, da wir eine Stunde länger schlafen können, obwohl die frühe Dunkelheit bei empfindlichen Personen eine saisonal-affektive Störung (SAD) verursachen kann, die sich als Depression, Energiemangel und erhöhter Appetit äußert.
Zur leichteren Anpassung an die Zeitumstellung empfehlen Experten, den Schlaf-Wach-Rhythmus einige Tage vor der offiziellen Umstellung schrittweise anzupassen, regelmäßige körperliche Aktivität beizubehalten und sich dem Tageslicht auszusetzen, insbesondere morgens.